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reviersport
2017.01.19
 
Schlomm über Ziele und seine alte Liebe RWE
 
Nach der deutlichen 0:8-Pleite im Testspiel des ESC Rellinghausen gegen RWE sprach der Ex-Rot-Weisse Marcel Schlomm über die Partie, seine Saisonziele und seine alte Liebe.

Marcel Schlomm, 0:6 nach 45 Minuten. Das konnte nicht Ihr Anspruch sein, oder?
Absolut nicht, nein. Unser Trainer war in der Pause ziemlich angefressen, was aber auch völlig verständlich ist, weil RWE uns phasenweise vorgeführt hat. Trotzdem glaube ich, dass der Gegner schon deutlich weiter in der Vorbereitung war als wir. Wir haben bisher ein paar Mal in der Halle gekickt und gegen Rot-Weiss unsere erste richtige Einheit gehabt. Das hat man vor allem dann gemerkt, als bei uns im zweiten Durchgang viele Kräfte nachließen. Dennoch soll das natürlich keine Ausrede für ein schwaches Spiel sein.
Das heißt die Gegentore sind auf den Trainingsrückstand zurückzuführen?
Natürlich nicht nur. Wir müssen die Gegentore so oder so besser verteidigen, zumal wir in der Defensive mit schlauen Leuten spielen. Trotzdem sollte jetzt keiner den Kopf hängen lassen. Mit unserer Liga und der folgenden Rückrunde darf dieses Testspiel jetzt nichts zu tun haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es ja dann schon deutlich besser gemacht und bis kurz vor Schluss kein Gegentor zugelassen. Das müssen wir jetzt so nehmen wie es ist.

Kann so eine deutliche Niederlage im Testspiel Einfluss auf die Rückrunde nehmen?
Nein, das glaube ich nicht. Wir wollen uns gut auf die Rückrunde vorbereiten und mehr Punkte holen, als wir es in einer ohnehin erfolgreichen Hinserie getan haben. Dieses Spiel darf und wird dabei in unseren Köpfen keine Rolle spielen. Wir sind eine eingespielte Truppe und wenn wir wieder ins Rollen kommen, können wir jede andere Mannschaft ärgern.
Kommen wir zum Gegner. Wie war es für Sie persönlich, mal wieder gegen den Ex-Verein zu spielen?
Eine tolle Sache! Gegen die Nummer eins aus Essen zu spielen ist immer etwas besonderes, egal ob man da noch viele Leute kennt oder nicht. Aber wenn ich jemanden aus meiner Zeit bei RWE treffe, freue ich mich jedesmal sehr darüber. Ich habe acht Jahre an der Hafenstraße gespielt und gehe immer noch zu allen Spielen, wenn ich die Zeit finde. Da liegt der Pfeil einfach immer noch im Herzen - ist doch klar.

RWE scheint es auch in diesem Jahr schwer zu haben, noch im Aufstiegsrennen einzugreifen. Wie sehen Sie den Verein für die kommenden Jahre aufgestellt?
Ich hoffe persönlich, dass diese Stadt wieder eine richtige Profimannschaft haben wird, das hat sie einfach verdient. Das Potential ist an der Hafenstraße immer gegeben. Eines Tages werden sie es wieder komplett ausschöpfen und in die dritte Liga aufsteigen. Davon bin ich felsenfest überzeugt.
 
Marlon Irlbacher
 
 
 

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